Das Alter ist kein Hindernis!


Im Interview mit Gisela Beceiro

08 Oktober 2015 Kein Kommentar Gisela Beceiro - Buchhaltung

Hallo Gisela! Du bist im Buchungsservice tätig. Aber was genau machst Du da eigentlich?

Junge Selbstständige und Unternehmen, die bei ihrer Gründung von four-quarters beraten wurden, haben meistens noch keinen Steuerberater zur Hand. In diesem Fall werden wir empfohlen und wenn die Kunden das möchten, übernehmen wir dann verschiedene Aufgaben: Wir unterstützen sie bei den Gründungen und erledigen beispielsweise die verschiedenen Anmeldungen bei Ämtern und sonstigen Einrichtungen. Außerdem beraten wir die Kunden für die Zukunft, übernehmen ihre laufenden Geschäftsvorfälle und kümmern uns um die Lohnbuchhaltung.

Natürlich betreuen wir auch bereits bestehende Firmen. Meistens waren diese mit ihren bisherigen Dienstleistungen unzufrieden und durch eine Empfehlung unserer Kunden kommen sie dann zu uns. Scheinbar genießen wir schon einen ganz guten Ruf!

Zur Auflockerung: Welches Erlebnis bei four-quarters war besonders schön für Dich?

Sehr schön war der Betriebsausflug in den Kletterpark im letzten Jahr. Das war eine super Idee! Abgerundet wurde der Tag durch Tretbootfahren und einen Besuch im Biergarten. Man konnte sich mal außerhalb vom Büro unterhalten und die Kollegen nicht nur als Kollegen, sondern auch als Menschen richtig kennen lernen.

Wie und wann bist Du zu four-quarters gekommen?

Am 01. Dezember 2013 bin ich ganz normal über das Arbeitsamt zu four-quarters gekommen. Das war aber gar nicht so einfach: Unsere Geschäftsführerin Tamara Fischer war zu Beginn ziemlich skeptisch, weil ich ja doch etwas älter bin. Man stellt eben nicht so einfach eine 57-jährige Mitarbeiterin ein.

Ich habe 30 Jahre lang die Buchhaltung in der Firma meines Mannes gemacht. Weitere 5 Jahre war ich in der Verwaltung einer Zeitarbeitsfirma tätig, wo ich bereits mehrere Firmen betreut habe. Ich kenne mich in der Lohnbuchhaltung aus und kann selbstständig arbeiten, weil ich es jahrelang so gemacht habe.

Eine Mitarbeiterin von Tamara, die genauso alt ist wie ich, hat ihr dann geraten, es einfach mal auszuprobieren. So bin ich zu four-quarters gekommen und in den letzten zwei Jahren gab es keine Beschwerden. Das Alter ist eben kein Hindernis!

Du gehst morgens ins Büro – worauf freust Du Dich am meisten?

Auf meine Kollegen natürlich! Das Arbeitsklima bei four-quarters ist sehr angenehm. Ich teile mein Büro mit Iza [Izabela Rybol], die schon vorher in der besagten Zeitarbeitsfirma meine Kollegin war. Ich habe sie dort abgeworben und freue mich, dass ich wieder mit ihr arbeiten darf.

Außerdem freut es mich, wenn ich am Ende des Tages stolz behaupten kann: Ich habe heute etwas geschafft und die Ergebnisse sind für mich sichtbar.

Und worauf freust Du Dich am meisten, wenn Du abends nach Hause gehst?

Dann habe ich meistens Hunger und freue mich erstmal auf etwas zu essen! Natürlich freue ich mich auch auf meinen Mann, der gemeinsam mit unseren beiden Söhnen in seiner Firma arbeitet. Abends gibt es dann immer viel zu erzählen und das finde ich schön.

Auf meine Hobbys freue ich mich natürlich auch: Ich mache Sport. Auch hier lasse ich mich durch das Alter nicht einschränken! Außerdem gehe ich sehr gerne zur Chorprobe.

Wie würdest Du four-quarters in eigenen Worten beschreiben?

Das ist schwierig! Als Zusammenschluss ist four-quarters stark von Florian Roskis Philosophie geprägt. Es ist ihm besonders wichtig, dass er mit jungen Menschen arbeiten kann. Er möchte alles professionell aber trotzdem locker strukturieren. Außerdem schafft er für sich selbst und seine Kollegen ein angenehmes Umfeld zum Arbeiten und Leben. Manchmal wäre es mit IKEA-Möbeln leichter, aber die Atmosphäre wäre einfach nicht mehr so schön!

Du hast vorhin die Chorprobe angesprochen. Ist Musik eine Leidenschaft von Dir?

Definitiv! Wie bereits gesagt, singe ich in einem Chor und ich gehe auch gerne auf Konzerte.

Vor kurzem war ich bei Max Mutzke im Hirschen. Ich hatte aber auch schon ein Abo für klassische Musik von den Nürnberger Symphonikern. Eines muss ich aber betonen: Trotz meines Alters bin ich kein Fan von deutschen Schlagern oder dem Musikantenstadl!

Nach welchem Leitsatz beschreitest Du den Alltag?

Wie man in den Wald hereinruft, so schallt es heraus! Deshalb behandle ich jeden Menschen mit Respekt und bemühe mich stets um einen freundlichen Umgang. In den meisten Fällen wird das glücklicherweise erwidert.

Hast Du einen Tipp für junge Unternehmen?

Gemischte Altersgruppen sind für eine Firma sehr gesund! Wir haben viele junge Mitarbeiter – die sind kreativ und flexibel. Aber auch in meinem Alter kann man ein positives Element beisteuern: Ich bewahre die Ruhe, wenn andere nervös werden.

Du bist also der Ruhepol, wenn es hektisch wird?

Auf jeden Fall. Bei mir gilt: Keine Panik auf der Titanic! Wenn es hektisch wird, bringt es nichts, wenn man sich selbst noch mehr Stress macht. Dabei macht man nur Fehler!

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